Wissenswertes zum Kupferpreis: Kurse, Charts & Investitionen
In unserer modernen, stark von Technologie, Energieversorgung und Infrastruktur geprägten Welt nimmt Kupfer mit seinen vielfältigen Eigenschaften als Rohstoff einen unersetzbaren Stellenwert ein. Seine Bedeutung ist jedoch keineswegs ein Phänomen der Gegenwart. Bereits vor Tausenden von Jahren wurde es von frühen Kulturen für Werkzeuge, Schmuck und Münzen genutzt. Erste Legierungen wie Bronze und Messing entstanden, und von den frühen Kulturen Ägyptens über das Römische Reich bis in die heutige Industrie hat es seine zentrale Rolle bewahrt.
Als Übergangsmetall mit dem Elementsymbol Cu und der Ordnungszahl 29 besitzt Kupfer eine charakteristische rotbraune Farbe sowie eine außergewöhnlich hohe elektrische Leitfähigkeit, die nur von Silber übertroffen wird. Dadurch ist es in Industrie, Energieversorgung und Technologie unverzichtbar. Es steckt in Stromleitungen, Rohrsystemen, Heizungen sowie in zahlreichen Komponenten der Energie- und Wasserversorgung.
Der aktuelle Kupferpreis wird international an Rohstoffbörsen wie der London Metal Exchange (LME), der COMEX und der Shanghai Futures Exchange gebildet. Dabei unterliegt der Kupferkurs starken Schwankungen, da Angebot, Nachfrage, wirtschaftliche Entwicklung und geopolitische Faktoren den Preis beeinflussen.
Megatrends wie erneuerbare Energien, Elektromobilität und Digitalisierung treiben die Nachfrage weiter an. So entwickelt sich Kupfer zunehmend vom klassischen Industriemetall zu einem strategischen Rohstoff mit wachsender Bedeutung für Anleger und Investoren, die von Kursen und Investitionsmöglichkeiten profitieren möchten.
Historischer Abriss von Kupfer
Kupfer gilt als eines der ersten Metalle, das die Menschheit bewusst genutzt hat. Bereits im 8. Jahrtausend v. Chr. wurde es in Anatolien verarbeitet. Die Zeit zwischen 5.000 und 3.000 v. Chr. ist historisch als Kupferzeit bekannt.
In dieser Epoche begann der Mensch, das Nichtedelmetall gezielt im Alltag einzusetzen. Aus Kupfer entstanden Werkzeuge, Schmuck und auch einfache Waffen, die das tägliche Leben erleichterten und die Lebensweise der Menschen nachhaltig veränderten.
Wortherkunft
Der Begriff "Kupfer" entstammt dem Lateinischen, genauer gesagt dem Wort "cuprum", welches seinen Ursprung der Insel Zypern verdankt, die in der Antike als ein wichtiges Zentrum des Kupferbergbaus fungierte. Schon in alten Zeiten fürden den Menschen das Potenzial von Legierungen bewusst. So wurden Bronze (Legierung aus Kupfer und Zinn) und Messing (Legierung aus Kupfer und Zink) geschaffen, die ganze Zeitalter wesentlich prägten.
Antikes Ägypten und Römisches Reich
Im antiken Ägypten wurde Kupfer für Kunstgegenstände, und Schmuck verwendet. Auch frühe Formen von Wasserleitungen bzw. Rohrsystemen aus Kupfer sind archäologisch belegt (z. B. im Bereich von Tempelanlagen und frühen Sanitärsystemen). Es hatte auch einen bedeutenden Einfluss auf den Alltag im Römischen Reich, da Münzen, Leitungen, Wasserleitungen und Behälter häufig aus Kupfer oder seinen Legierungen hergestellt wurden. Bis heute finden diese Legierungen in Zahlreichen Anwendungsbereichen Verwendung.
Mittelalter und Neuzeit
Im Verlauf des Mittelalters und der frühen Neuzeit behielt Kupfer seine Bedeutung als wertvoller Rohstoff, sowohl für die Münzprägung als auch für handwerkliche und bauliche Anwendungen.
Mit Beginn der Industrialisierung veränderten sich die Anforderungen in der Industrie deutlich – und Kupfer konnte sich in dieser neuen technischen Welt erneut als vielseitiger Werkstoff durchsetzen. Aufgrund seiner exzellenten elektrischen Leitfähigkeit sowie seiner hohen Korrosionsbeständigkeit gewann es zunehmend an Bedeutung, insbesondere im Zusammenhang mit Stromleitungen, Elektromotoren und Rohrsystemen.
Gerade diese Kombination aus technischen Eigenschaften machte es möglich, dass Kupfer in immer mehr industriellen Bereichen eingesetzt wurde und bis heute ein zentraler Bestandteil moderner Infrastruktur geblieben ist.
Eigenschaften von Kupfer
Aufgrund seiner vergleichsweise geringen Härte und ausgezeichneten Formbarkeit wird es seit Jahrtausenden hoch geschätzt, und das nicht nur aufgrund seiner ästhetischen Beschaffenheit, sondern insbesondere aufgrund seiner außergewöhnlichen technischen Merkmale. Es handelt sich um ein Übergangsmetall mit dem chemischen Symbol Cu und der Ordnungszahl 29 und es weist eine charakteristische rotbraune Farbe auf.
Ein Überblick über seine wichtigsten Charakteristika:
- Hohe elektrische Leitfähigkeit: Elektrizität wird nur durch Silber besser geleitet. Deshalb ist Kupfer für Kabelsysteme, Leiterplatten, Elektromotoren und Stromleitungen unverzichtbar.
- Hohe Wärmeleitfähigkeit: Für Heizungen, Wärmetauscher, Kühlkörper und andere thermische Anwendungen ist eine hohe Wärmeleitfähigkeit besonders geeignet.
- Gute Korrosionsbeständigkeit: Im Freien bildet sich eine grünlich-bläuliche Patina unter freiem Himmel, die das Metall auf lange Sicht schützt.
- Von relativ geringer Härte und hoher Verformbarkeit: ermöglicht die problemlose Verarbeitung zu Drähten, Rohren, Blechen oder komplexen Komponenten.
- Hoch recyclingfähig: Als nachhaltiger Rohstoff ist es nahezu verlustfrei wiederverwendbar und in hohem Maße recyclingfähig.
Elektrotechnik, Bauwesen, Maschinenbau, Energie- und Wasserversorgung sowie Münzen, Schmuck und Kunstgegenstände sind nur einige der vielseitigen Anwendungsgebiete dieser Kombination.
Ein weiterer Vorteil: Kupferlegierungen wie Bronze (Kupfer und Zinn) oder Messing (Kupfer und Zink) erweitern die Einsatzmöglichkeiten und erhöhen Härte, Festigkeit und Verschleißbeständigkeit, während die gute Formbarkeit und Leitfähigkeit weitgehend erhalten bleiben.
Zusammengefasst: Kupfer ist funktional, vielseitig und langlebig – Eigenschaften, die es sowohl für die Industrie als auch für Anleger zunehmend attraktiv machen.
Qualitätsstufen von Raff bis Millberry
Reinheit, Verarbeitungsgrad und Anhaftungen sind wichtige Kriterien zur Einteilung von Kupferschrott in unterschiedliche Qualitätsstufen. Sie bestimmen beim Kupferankauf bei beispielsweise Schrotthändlern oder Scheideanstalten den Preis. Von der niedrigsten bis zur hochwertigsten Stufe unterscheidet man:
Beim Ankauf oder Verkauf von Kupfer, insbesondere im Recycling oder als Investment, spielt die Qualität des Metalls eine entscheidende Rolle. Reinheit, Verarbeitung und mögliche Anhaftungen bestimmen den erzielbaren Preis.
Raff (Altkupfer/Gemischkupfer)
Die niedrigste Qualitätsstufe:
- Reinheit: meist unter 95 %
- Merkmale: stark verunreinigt durch Lack, Fett oder Lötzinn
- Beispiele: alte Rohre, Dachrinnen, Mischschrott
- Preis: niedrig, deutlich unter dem aktuellen Börsenkurs
Berry (Kupfer schwer)
Mittlere Qualität.
- Reinheit: ca. 98 %
- Merkmale: leicht oxidiert, kaum Fremdanhaftungen
- Beispiele: Kabelreste, Rohre, Drähte
- Preis: mittel, näher am Marktpreis als Raff
Kerze (Blankkupfer, nicht ganz rein)
Hochwertige Qualität.
- Reinheit: mindestens 99 %
- Merkmale: kaum Oxidation, keine Beschichtungen
- Beispiele: Bleche, Stanzabfälle
- Preis:
Millberry (Blankkupfer / Kupfer MIllberry)
Höchste Qualitätsstufe
- Reinheit: mindestens 99,9 %
- Merkmale: glänzender Draht, keine Anhaftungen, höchste Qualität
- Beispiele: Hochreine Kabel, Blankdrähte für Elektrotechnik
- Preis: sehr hoch, nahe am aktuellen Börsenkurs
Je höher die Qualität, desto näher liegt der erzielbare Preis am Börsenkurs. Besonders Kupfer Millberry erzielt von allen Qulaitätsstufen den besten Preis im Handel.
Globaler Handel mit Kupfer – Kupferpreis
Es wird weltweit gehandelt und zählt zu den bedeutendsten Industriemetallen überhaupt, so wird es auch an den internationalen Rohstoffbörsen gehandelt. Ihre Preisbildung erfolgt überwiegend in US-Dollar pro Tonne. Nationale Preise in Europa orientieren sich am Weltmarkt, weredn jedoch durch Transportkosten, Wechselkurse und Qualität beeinflusst. Der glbale Markt wird stark von großen Förderländern geprägt.
Aufgrund knapper werdender Güter durch Minenschließungen und endliche Ressourcen gepaart mit einer steigenden Nachfrage durch die (Solar-)Industrie wird vermutet, dass der Silberpreis in Zukunft noch weiter steigen wird. Der Silberpreis wird in verschiedensten Währungen berechnet, jedoch ausschließlich in US-Dollar fixiert. Wie alle anderen Währungen auch, wird er daher sehr vom Wechselkurs des US-Dollars bestimmt. Die Maßeinheit für Silber ist die Unze.
Aktuell ist eine Unze Silber zwischen 20,00-22,00 Euro (23,85 USD) wert. Der Silberkurs für eine Feinunze Silber wird täglich um 12 Uhr am London Bullion Market (LBMA) festgelegt. Die Fixierung des Silberpreises wird Silberfixing genannt. Der gesamte Silbermarkt an der Börse wird mit ca. 17 Milliarden Dollar bewertet. Die wichtigsten Silberhandelsplätze sind:
- LBMA (London Bullion Market Assoziation, Großbritanien)
- NYMEY (New York Mercantile Exchange, USA)
- TOCOM (Tokyo Commodity Exchange , Japan)
- CBOT (Chicago Board of Trade, USA)
- SGE (Shanghai Gold Exchange, China)
- COMEX ( New York Commodities Exchange, USA)
Silber als Wertanlage: Vom vergangenen Silberpreis zu möglichen Silberprognosen
In den ersten fünf Jahren des 21. Jahrhunderts war der Silberpreis sehr stabil und bewegt sich zwischen $5-$7 pro Unze.
In den folgenden fünf Jahren stieg der Preis fast kontinuierlich an. 2008 erreichte der Silberpreis während der weltweiten Finanzkrise ein Rekordhoch von knapp $20 pro Unze.
Die folgende Weltwirtschaftskrise beendete zwar diesen Anstieg und ließ die Werte fallen. Jedoch fing sich der Silberkurs überraschend schnell wieder und erreicht Anfang 2011 seinen bisherigen Höchststand von fast $50 pro Unze.
Obwohl der Silberpreis eine hohe Volatilität besitzt und nach seinem Spitzenwert wieder sank, steigt er doch historisch gesehen immer weiter an. Er schafft es, seine Position als gewinnbringende Wertanlage zu festigen.
Ähnliche Kursentwicklungen sind deshalb auch für die Zukunft zu erwarten.
Die absehbare Marktknappheit, die steigende Nachfrage der Anleger nach physischen Edelmetallen und die wachsende Nachfrage der Industrie für Solar-Photovoltaikpaneelen, Elektrofahrzeuge und 5G-Infrastrukturen lassen eine rosige Zukunft für das vielseitige Edelmetall vermuten.
Die Vorteile von Investitionen in Silber
Silber gilt als sichere Kapitalanlage, in welche Anleger zu Krisenzeiten gerne ihr Vermögen umschichten. Die aktuelle Ungewissheit aufgrund von Kriegen, der Covid-19-Pandemie und der allgemeinen wirtschaftlichen Verhältnisse sorgt deshalb für einen regelrechten Silber-Boom.
Denn Edelmetalle gelten als Inflationsschutz und bieten ein gewisses Maß an Zuverlässigkeit. Selbst wenn die landeseigenen Währungen fluktuieren, bleibt der Wert von Silber, Gold und Co. doch meist relativ stabil. Außerdem unterliegt das Edelmetall (im Gegensatz zu Aktien) keiner Gewinnrezession. Daher wird es gern als lukratives Mittel zum Sparen sowie zur Kapitalbildung genutzt.
Folgende Faktoren werden sich dabei in naher Zukunft vermutlich positiv auf den Silberpreis auswirken:
• Inflation treibt Silberpreis in die Höhe.
Edelmetalle gelten als zuverlässiger Inflationsbarometer, da ihr Preis grundsätzlich bei inflationären Trends ansteigt. Da Silbermünzen als Notwährung eingesetzt werden können, profitiert dieses Edelmetall jedoch besonders von Währungstiefs.
• Digitaler Euro treibt Silberpreis in die Höhe.
Die digitale Währung ist immer mehr auf dem Vormarsch und wird bald das Bargeld ersetzen. Wer ihr nicht traut, kann in Edelmetalle investieren und sein Vermögen entsprechend umschichten.
• Bitcoin treibt Silberpreis in die Höhe.
Sachwerte sowie Edelmetalle stehen nach Einbruch der Bitcoin-Kurse stark im Trend. Wer sein Vertrauen in die digitalen Token verloren hat, setzt nun eher auf reale Gegenstücke.
• Innovation treibt Silberpreis in die Höhe.
Der Ausbau erneuerbarer Energien, die Förderung von Elektrofahrzeugen, die Suche nach Alternativen zu Lithium-Ionen-Akkus und die Entwicklung neuer Technologien sorgen für einen immer weiter steigenden Silberbedarf.
Alle Vorteile auf einen Blick:
• Realer Sachwert mit begrenzten Reserven
• Industriell nutzbar und aufbrauchbar
• Weltweit anerkanntes Zahlungsmittel
• Konstant steigende Silberwerte
• Unabhängig von Aktien und Währungen
• Verhältnismäßig günstige Anschaffungskosten
Silberkauf & Silberanlagen: So funktioniert der Handel mit Silber
Silber kann von Privatpersonen entweder in physischer Form oder als Wertpapier erworben werden. In physischer Form kann Silber genauso wie andere Edelmetalle als Barren, Unze oder Münze gekauft werden.
Bei ersterem muss dabei zwischen einem Silberbarren und einem Münzbarren unterschieden werden. Während der Silberbarren nur als Wertanlage dient, ist der Münzbarren mit einem aufgeprägtem Nennwert versehen. So kann es als offizielles Zahlungsmittel eingesetzt werden.
Als offizielles Zahlungsmittel gelten ebenfalls die Silbermünzen. Besonders beliebt sind hierbei Anlagemünzen wie der Maple Leaf Silber, der American Eagle Silber oder der Krügerrand Silber.
Physisches Silber kann beim Edelmetall Händler vor Ort oder online erworben werden. Alternativ dazu können Rohstoff Zertifikate erworben werden, welche den Silberpreis nachbilden. Dabei kaufen Banken oder Anlage Manager das Silber und verwahren es in größeren Mengen.
Die Kosten für Lagerung und Versicherung werden in diesem Fall auf alle Anleger verteilt. Ergänzend zu diesen „Exchange Traded Commodities“ (ETC) gibt es mittlerweile optional auch monatliche Sparpläne.
Fazit: Geldanlage Silber vs. Geldanlage Gold
Edelmetalle stellen gerade zu Krisenzeiten eine sichere Wertanlage für Kleinanleger dar. Sie sind deshalb besonders beliebt zu Zeiten von Inflation, Währungsschwankungen und wirtschaftlicher Unsicherheit. Während Gold einen hohen Sachwert besitzt und unserem Staat als Währungsreserve dient, ist Silber für jedermann erschwinglich und von hohem Nutzen für die Industrie.
Aus diesem Grund haben beide Währungsformen einzigartige Besonderheit und Potentiale für Investitionen. Die Vorteile des Silbers liegen darin, dass es immer knapper und daher auch immer wertvoller wird. Denn es kommt in der Natur nur begrenzt vorkommt, wird kaum recycelt und zur Entwicklung verschiedener Technologien verwendet. Als wichtiger Rohstoff für die Industrie profitiert dieser so auch vom Wirtschaftswachstum und ist weniger anfällig für Spekulationen.
Dabei ist Silber ebenfalls für Leute mit kleinem Geldbeutel erschwinglich (1kg Gold = 50.000 € vs. 1kg Silber = 1.000 €) und hat sich in den vergangenen fünf Jahren besser entwickelt als sein gelbes Äquivalent (Gold plus ca. 40% vs. Silber plus ca. 50%).
Eine Investition in Silber lohnt sich deshalb heute und in Zukunft.
FAQ zum Silberpreis
Was kostet ein Gramm Silber?
Aktuell liegt der Wert von ein Gramm Silber bei 0,86€ (Stand 17.04.2024).