Österreichische Goldmünzen – sichere Anlage mit Tradition
Österreich ist eines der traditionsreichsten Länder in Europa, wenn es um die Herstellung von Goldmünzen geht. Seit Jahrhunderten spielen Umlaufmünzen, sogenannte Kurantmünzen, Handelsmünzen, Anlagemünzen und auch Gedenkmünzen eine wichtige Rolle im Währungssystem. Diese lange Geschichte zeigt sich heute noch in der Auswahl an österreichischen Goldmünzen, die nicht nur wegen ihres Edelmetallgehalts, sondern auch wegen ihrer Bedeutung in der Geschichte geschätzt werden.
Was sind die bekanntesten modernen Goldmünzen Österreichs?
Der Wiener Philharmoniker (seit 1989) aus 999,9/1.000 Feingold, gesetzliches Zahlungsmittel, in verschiedenen Stückelungen verfügbar.
Welche historischen Goldmünzen gibt es?
- Dukaten (986/1.000 Gold), Kronen (900/1.000), Gulden/Florin (900/1.000 Gold)
- Viele Nachprägungen tragen historische Prägejahre (z. B. 1915 bei Dukaten und Kronen)
Was macht österreichische Goldmünzen besonders?
Klare Feingoldvorgaben, staatliche Prägung durch Münze Österreich, historische Kontinuität und weltweite Akzeptanz.
Für wen eignen sie sich?
- Für Anleger, die auf standardisierte Anlagemünzen setzen (z. B. Wiener Philharmoniker)
- Für Sammler, die historische Goldmünzen mit kultureller und numismatischer Bedeutung suchen.
Unterschiede bei österreichischen Goldmünzen
| Münze | Feingehalt | Stückelung | Verwendungszweck |
| Wiener Philharmoniker | 999,9/1.000 | von 1/25 bis 1 Unze | Moderne Anlagemünze/Investment |
| Dukaten | 986/1.000 | 1 Dukat oder 4 Dukaten | Historische Münze/Handel & ggf. Sammler |
| Kronen/Gulden | 900/1.000 | 10 Kronen, 20 Kronen, 100 Kronen | Historische Münze/Umlauf & Sammler |
| 1000 Schilling Babenberger | 900/1.000 | Sammlermünze, ca. 33.87 g | Gedenkmünze, Sammler- und historischer Wert |
Die heutigen Goldmünzen aus Österreich lassen sich grob in zwei Bereiche einteilen: moderne Anlagemünzen wie den Wiener Philharmoniker sowie amtliche Nachprägungen klassischer Goldmünzen wie Dukaten, Kronen oder Gulden, die auch als Florin bekannt sind. Ergänzt wird dieses Spektrum durch goldene Gedenkmünzen aus der Schilling- und Euro-Zeit. Gemeinsam ist all diesen Prägungen, dass sie auf klar definierten Vorgaben zu Feingehalt, Gewicht und Motivgestaltung basieren.
Die Münze Österreich AG als zentrale Prägestätte
Die österreichische Münzprägung ist eng mit der Geschichte der Münze Österreich AG verbunden. Sie geht auf das mittelalterliche Münzwesen Wiens zurück und ist heute die einzige staatliche Prägestätte des Landes. Als Tochterunternehmen der Oesterreichischen Nationalbank steht sie für geprüfte Qualität, nachvollziehbare Spezifikationen und eine international anerkannte Fertigung.
Goldmünzen der Münze Österreich genießen weltweit Vertrauen, da sie entweder als gesetzliches Zahlungsmittel ausgegeben wurden oder sich streng an historische Vorbilder halten. Für Sammler und Anleger entsteht dadurch eine klare Abgrenzung zwischen Materialwert, historischer Bedeutung und gegebenenfalls numismatischen Aspekten.
Wiener Philharmoniker – moderne österreichische Anlagemünze seit 1989
Zweifelsohne gehört der Wiener Philharmoniker zu den bekanntesten Goldmünzen Österreichs und ist über die Landesgrenzen hinaus zu einem etablierten Anlageprodukt geworden. Seit 1989 geprägt, weist sie einen Feingoldanteil von 999,9/1.000 auf. Als offizielles Zahlungsmittel trägt sie demnach einen Nennwert in Euro.
Gerade ihre vielfältigen Stückelungen von 1/25 Unze bis hin zu 1 Unze sowie ihre Ausgaben in Wiener Philharmoniker Silber und Wiener Philharmoniker Platin machen den Wiener Philharmoniker besonders flexibel für Anleger. Bewusst wird das Wahrzeichen Österreichs aufgegriffen: Die Orgel des Wiener Musikvereins steht für musikalische Tradition, während die Instrumente der Wiener Philharmonie ihre internationale Bekanntheit widerspielgeln.
Ein hoher Feingoldgehalt gepaart mit großer Handelsakzeptanz macht den Wiener Philharmoniker zu einer klassischen Goldanlagemünze.
Historische Goldmünzen und amtliche Nachprägungen aus Österreich
Neben modernen Anlagemünzen pflegt Österreich eine lange Tradition amtlicher Nachprägungen historischer Goldmünzen. Diese orientieren sich exakt an den ursprünglichen Edelmetallstandards und tragen häufig bewusst ihr historisches Prägejahr, um die Kontinuität zur ursprünglichen Kurantmünze sichtbar zu machen.
10 Kronen, 20 Kronen und 100 Kronen Goldmünzen in der Monarchie
Im Jahr 1892 kam es zu einer großen Änderung im Geldsystem. Der Gulden, der bisher als Währung galt, wurde durch die Krone ersetzt. Die Krone war offiziell eine Währung, die auf Silber basierte. In Wirklichkeit wurde Gold als Grundlage für die Berechnungen verwendet. Geprägt wurden auch Goldmünzen mit einem Nominalwert von 10 Kronen und 20 Kronen. Verwendet wurden diese im Alltag zum Bezahlen.
Besonderes Augenmerk verdient die 100 Kronen Goldmünze. Sie wurde ausgegeben, als Kaiser Franz Joseph I. sein 60-jähriges Regierungsjubiläum feierte. Auf allen Kronen ist das Porträt des Kaisers abgebildet, bis 1915 wurden diese geprägt. So ist auch das Ausgabejahr auf den Nachprägungen der Kronen zu finden.
Kronen bestehen aus 900/1000 Gold, der verbleibende Kupferanteil sorgt für eine erhöhte Widerstandsfähigkeit. Durch ihre lange Umlaufzeit und die amtlichen Nachprägungen sind Kronen bis heute beliebte Goldmünzen aus der Zeit der österreichischen Monarchie.
Dukaten - bewährte Handelsgoldmünzen
Mit dem Dukat, auch als Zecchine bekannt, blicken wir auf eine der langlebigsten Goldmünzen Europas. Seine Ursprünge liegen im 13. Jahrhundert in Venedig, so verbreitete er sich rasch als europäische Handelsmünze auch in habsburgischen Ländern. In der österreichisch-ungarischen Monarchie waren der 1-fach Dukat, also 1 Dukat Gold, als auch der 4-fache Dukat (gemeint sind 4 Dukaten Gold) lange Zeit offizielles Zahlungsmittel.
Bis 1915 wurde Dukatengold in Österreich als Handelsgoldmünzen geprägt. Alle heutigen Nachprägungen tragen ebenfalls dieses Prägejahr sowie das Porträt Kaiser Franz Josephs I. und den Doppeladler auf der Wertseite. Mit seinem unveränderten Motiv unterstreicht es seine historische Kontinuität.
So besitzt der 1-fache Dukat einen Durchmesser von rund 19,75 Millimetern, 4 Dukaten Gold weisen ca. 39,68 Millimeter auf und eine beachtliche Größe bei sehr geringer Dicke. Mit ihrem hohen Feingoldgehalt von 986/1000 und einem Feingewicht von 13,77 g hat sich Dukatengold bei Anlegern weltweit als klassische österreichische Anlage- und Handelsmünze etabliert.
Gulden und Florin – Goldmünzen des 19. Jahrhunderts
Der Gulden, auch als Florin bezeichnet, war im 19. Jahrhundert die offizielle Währung der österreichischen Monarchie. In Gold wurden vor allem 4 Gulden- und 8 Gulden Münzen geprägt, die den internationalen Werten von 10 beziehungsweise 20 Franken entsprachen. Obwohl Österreich der Lateinischen Münzunion nicht offiziell beitrat, orientierten sich diese Prägungen in Gewicht und Feingehalt von 900/1000 Gold an deren Standards und waren dadurch im internationalen Handel gut akzeptiert.
Alle Goldgulden zeigen das Porträt von Kaiser Franz Joseph I. und wurden bis zur Währungsreform im Jahr 1892 ausgegeben. Mit der Einführung der Krone endete ihre Funktion als Umlaufgoldmünzen.
Heute erhältliche Nachprägungen bestehen aus einer Goldlegierung mit Kupferanteil, der für zusätzliche Stabilität sorgt. Je nach Ausführung liegt der Durchmesser bei etwa 19 oder 21 Millimetern.
Maria-Theresien Taler – internationale Handelsmünze aus Silber
Der Maria Theresien Taler ist keine Goldmünze, nimmt jedoch eine Sonderstellung in der österreichischen Münzgeschichte ein. Seit 1741 geprägt und bis heute nachgeprägt, entwickelte er sich zu einer der bedeutendsten Handelsmünzen Europas.
Besonders im Mittelmeerraum, in Afrika und im Nahen Osten war der Taler über Jahrhunderte ein anerkanntes Zahlungsmittel. Alle offiziellen Nachprägungen tragen die Jahreszahl 1780 und folgen bis heute exakt den historischen Gewichts- und Feinsilberstandards.
Mit einem Feingehalt von 833,33/1000 Silber enthält der Maria Theresien Taler rund 23,4 g Feinsilber bei einem Raugewicht von etwa 28,1 g und einem Durchmesser von rund 40 mm. Seine lange Prägegeschichte, die konstante Ausführung und die breite Verwendung im internationalen Handel verleihen dem Maria Theresien Taler eine besondere Stellung innerhalb der historischen österreichischen Münzprägung.
Goldene Gedenkmünzen aus der Schilling-Zeit
Neben klassischen Umlauf- und Handelsmünzen gab Österreich im 20. Jahrhundert auch goldene Gedenkmünzen aus. Diese Prägungen waren nicht für den täglichen Zahlungsverkehr vorgesehen, sondern dienten der Würdigung historischer Ereignisse, bedeutender Dynastien und kultureller Meilensteine.
Ein bekanntes Beispiel ist die 1000 Schilling Babenberger Münze. Sie wurde ab 1976 ausgegeben, besteht aus Gold und erinnert an das 1000-jährige Jubiläum der Herrschaft der Babenberger, die vom 10. bis zum 13. Jahrhundert die Geschichte Österreichs prägten. Mit einer Auflage von rund 1,8 Millionen Exemplaren richtet sich diese Ausgabe vor allem an historisch interessierte Käufer.
Goldene Gedenkmünzen aus der Schilling Zeit unterscheiden sich damit deutlich von klassischen Handelsgoldmünzen wie Dukaten oder Kronen, da ihr Schwerpunkt nicht auf dem Umlauf, sondern auf dem Erinnerungswert liegt.
Materialwert, Feingehalt und Marktgängigkeit österreichischer Münzen
Österreichische Goldmünzen verfügen über klar dokumentierte Feingoldanteile, festgelegte Gewichte und nachvollziehbare Prägejahre. Ihr Wert ergibt sich in erster Linie aus dem enthaltenen Gold und dem jeweils aktuellen Goldpreis. Bei historischen Prägungen oder offiziellen Nachprägungen können zusätzlich Faktoren wie Nachfrage, Erhaltungszustand oder die historische Einordnung Einfluss nehmen.
Im Vergleich zu modernen Bullionmünzen verbinden viele österreichische Goldmünzen den reinen Materialwert mit einer über Jahrzehnte gewachsenen Handelstradition. Dadurch sind sie sowohl beim Ankauf als auch beim Verkauf etabliert und gelten als gut marktgängige Goldprodukte.
Für wen eignen sich österreichische Goldmünzen? Österreichische Münzen aus Gold
Österreichische Goldmünzen eignen sich für Anleger, die auf bekannte und standardisierte Prägungen setzen, ebenso wie für Käufer mit Interesse an historischen Währungen. Sie ermöglichen eine klare Unterscheidung zwischen modernen Anlagemünzen wie dem Wiener Philharmoniker und klassischen Handels- und Umlaufmünzen wie Dukaten, Kronen oder Gulden.
Durch ihre lange Prägegeschichte, die staatliche Herkunft und die internationale Akzeptanz zählen österreichische Goldmünzen zu den festen Größen im Edelmetallhandel. Sie bieten eine transparente Wertermittlung, sind gut handelbar und eignen sich sowohl für den langfristigen Vermögensaufbau als auch für den späteren Wiederverkauf.
FAQ – Häufige Fragen zu österreichischen Goldmünzen
Wo kann man den Wert von Goldmünzen schätzen lassen?
Der Wert österreichischer Goldmünzen lässt sich anhand von Feingehalt, Feingewicht, Prägejahr, Erhaltungszustand und aktuellem Goldpreis bestimmen. Seriöse Edelmetallhändler und Scheideanstalten bieten eine fachkundige Einschätzung auf Basis dieser Kriterien an. Bei historischen Goldmünzen können zusätzlich Sammleraspekte oder die Nachfrage bestimmter Jahrgänge berücksichtigt werden.
Wie viel sind österreichische Goldmünzen wert?
Der Wert österreichischer Goldmünzen orientiert sich zunächst am Goldpreis und dem enthaltenen Edelmetall. Anlagegoldmünzen wie der Wiener Philharmoniker bewegen sich in der Regel nahe am Materialwert.
Historische Goldmünzen, also Umlaufmünzen wie etwa Dukaten, Kronen oder Schilling-Goldmünzen, können je nach Zustand, Auflage und Prägejahr einen höheren Sammlerwert besitzen. Der konkrete Wert variiert daher von Stück zu Stück.
Wo kann ich Münzen der Münze Österreich verkaufen? Goldmünzen Österreich Preise
Münzen der Münze Österreich können bei Edelmetallhändlern, Scheideanstalten oder spezialisierten Ankaufstellen verkauft werden. Entscheidend sind beim Goldmünzen Ankauf transparente Preise, eine nachvollziehbare Bewertung und die Orientierung am aktuellen Marktpreis. Sowohl moderne Goldanlagemünzen als auch historische österreichische Goldmünzen sind aufgrund ihrer Bekanntheit gut handelbar.
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